Haben Sie schon einmal vom Phototyp gehört? Er wird auch als "Fitzpatrick-Klassifikation" bezeichnet und ist eine Möglichkeit, die Empfindlichkeit Ihrer Haut gegenüber UV-Strahlen zu klassifizieren.

Wie Sie wissen, sind wir nicht alle gleich, wenn es um die Sonne geht. Von einer Haut zur anderen kann sich die Melaninproduktion erheblich unterscheiden. Es gibt 7 Phototypen, wenn man den sehr seltenen Phototyp 0 mitzählt, der Menschen mit Albinismus entspricht.

Es ist heute klar, dass helle Haut viel empfindlicher auf UV-Strahlen reagiert als dunkle Haut, dennoch ist Sonnenschutz für jeden Hauttyp sehr empfehlenswert, da die Folgen einer langen Sonnenbestrahlung nicht auszuschließen sind, darunter Hautalterung und Hautkrebs. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, Ihren Phototyp zu bestimmen, damit wir Ihnen Empfehlungen für den richtigen Sonnenschutz geben können.

 

Phototyp 0 (sehr selten): sehr blasse Haut.

Körperliches Merkmal: sehr blasse Haut, weißes (oder blassgelbes) Haar und wenig Augenfarbe.

Der Phototyp 0 ist sehr selten und entspricht in der Regel Personen mit Albinismus: einer Genmutation, die die Pigmentierung der Haut direkt beeinflusst und sie blasser (oder leicht rosa) macht. So produziert eine Person mit Phototyp 0 wenig oder gar kein Melanin, was sie extrem sonnenempfindlich macht. Das Risiko von Verbrennungen oder Hautkrebs ist viel höher.

 

Phototyp 1: Sehr helle Haut.

Körperliche Merkmale: sehr helle Haut, rotes oder blondes Haar, klare Augen (blau oder grün), Sommersprossen und Muttermale möglich.

Der Phototyp 1 hat eine recht empfindliche Haut und bei Sonneneinstrahlung können Sommersprossen auftreten. In diesem Fall ist die Haut nicht in der Lage, braun zu werden und kann einem Sonnenbrand bei einem UV-Index von 10 nur 10 Minuten standhalten.

 

Phototyp 2: Sehr helle Haut (kann haltig sein).

Körperliches Merkmal: sehr helle Haut, hellblondes oder hellbraunes Haar, blaue, grüne oder graue Augen, Sommersprossen, die in der Sonne sichtbar sind, bräunt nur leicht

Der Phototyp 2 und der Phototyp 1 haben viele gemeinsame Merkmale wie sehr helle Haut und Sommersprossen, die in der Sonne sichtbar sind. Allerdings kann die Haut des Phototyps 2 zwar strohig werden, ist aber trotzdem sehr empfindlich gegenüber UV-Strahlen.

So ist es nicht möglich, sich zu bräunen, ohne mit Sonnenbrand oder Verbrennungen konfrontiert zu werden, die nach 10 bis 20 Minuten in der Sonne auftreten können.

 

Phototyp 3: Helle (oder matte) Haut.

Körperliches Merkmal: Helle (oder matte) Haut , blondes bis braunes Haar, wenig oder keine Sommersprossen.

Im Gegensatz zu den vorherigen Phototypen ist der Phototyp 3 intermediär. Seine Haut ist widerstandsfähiger gegen UV-Strahlen, so dass er eine mittlere Bräunung und weniger Verbrennungen aufweist.

Beachten Sie, dass die Folgen der Sonneneinstrahlung bei Phototyp 3 je nach Haar- oder Augenfarbe unterschiedlich ausfallen können. Blonde Phototypen 3 oder solche mit hellen Augen haben eine schnellere Hautalterung als braune Phototypen 3 mit dunklen Augen.

Trotzdem sollten Sie wachsam bleiben, denn schon nach einer Bestrahlung von etwa 20 Minuten mit einem UV-Index von 10 kann es zu einem Sonnenbrand kommen.

Wissenswert: Ab 50 Muttermalen hat der Phototyp 3 ein erhöhtes Hautkrebsrisiko und sollte von einem Spezialisten betreut werden. 

 

Phototyp 4: matte Haut

Körperliches Merkmal: Dunkle Haut, dunkelbraunes oder braunes Haar, braune Augen

Der Phototyp 4 hat eine Haut, die ziemlich sonnenresistent ist, sie bräunt leicht. Er muss sich 30 Minuten lang der Sonne aussetzen, bevor er bei einem UV-Index von 10 einen Sonnenbrand bekommt.

Wir raten Ihnen, vorsichtig zu sein und je nach Dauer Ihrer Aktivitäten im Freien einen entsprechenden Sonnenschutz zu verwenden.

 

Phototyp 5: Braune Haut

Körperliche Merkmale: braune oder matte Haut, braunes Haar, braune Augen.

Der Phototyp 5 hat eine Haut, die sehr resistent gegen UV-Strahlen ist, leicht bräunt und erst ab 60 Minuten Sonneneinstrahlung einen Sonnenbrand bekommt.

Gleicher Fall wie bei Phototyp 4, eine braune Haut ist nicht von Sonnenschutz befreit. Hautkrebs kann sich bei allen Phototypen zeigen, auch bei den dunkelsten. Ihre Haut kann unter Trockenheit und langfristiger Hautalterung leiden. So ist es auch wichtig, dass Sie ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt werden. 

 

Phototyp 6: Schwarze Haut

Körperliches Merkmal: Schwarze Haut, braunes Haar, braune Augen

Der Phototyp 6 hat einen starken Widerstand gegen die Sonne. Seine Haut produziert viel mehr Melanin. Die Folgen einer Sonnenbestrahlung zeigen sich erst nach 90 Minuten. Tatsächlich wird der Phototyp 6 keinen (oder nur einen leichten) Sonnenbrand bekommen, allerdings kann es zu Brandblasen kommen.

Schwarze Haut zu haben, entbindet nicht von der Pflicht zum Sonnenschutz. Die Auswirkungen auf die Hautalterung können erheblich sein. Daher sollte ein Sonnenschutz verschrieben werden. 

 

Wie lange dauert es je nach meinem Phototyp, bis ich verbrannt bin?

Diese Kurve stammt aus einer wissenschaftlichen Studie von J. F. Sánchez-Pérez und zeigt uns, wie lange man sich in Abhängigkeit von seinem Phototyp (1, 2, 3 oder 4) und dem UV-Index der Sonne aussetzen muss, um einen Sonnenbrand zu bekommen.

Der richtige Sonnenschutz hängt also nicht nur von Ihrem Phototyp, sondern auch vom UV-Index und der Dauer der Sonneneinstrahlung ab. Im Sommer ist in Frankreich ein UV-Index von 10 oder 11 üblich.

 

Wie schütze ich mich vor der Sonne?

Ein guter Sonnenschutz sollte nicht nur vom eigenen Phototyp abhängen, sondern auch von der Dauer der Sonnenbestrahlung und dem UV-Index. Aus der Studie von J. F. Sánchez-Pérez kann man gut erkennen, dass alle Phototypen einen Sonnenbrand bekommen können.

Die Empfehlungen der WHO zum Schutz vor der Sonne lauten wie folgt:

 

1. Achten Sie auf den UV-Index.

Der UV-Index hilft Ihnen dabei, Ihre Aktivitäten im Freien so zu planen, dass Sie sich nicht übermäßig der Sonneneinstrahlung aussetzen. Er liegt zwischen 1 und 12.

Obwohl Sie immer Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Überexposition ergreifen sollten, achten Sie besonders darauf, Sonnenschutzpraktiken anzuwenden, wenn der UV-Index mäßige oder höhere Expositionswerte (ab Stufe 3) vorhersagt.

 

2. Begrenzen Sie die Zeit in der Mittagssonne.

Die UV-Strahlen der Sonne sind zwischen 10:00 und 16:00 Uhr am stärksten. Beschränken Sie nach Möglichkeit die Sonnenexposition während dieser Stunden, insbesondere wenn der UV-Index hoch ist und Ihr Phototyp hell ist (siehe die Kurve von J. F. Sánchez-Pérez oben).

 

3. Nutzen Sie den Schatten weise.

Suchen Sie den Schatten auf, wenn die UV-Strahlen am intensivsten sind, aber bedenken Sie, dass schattenspendende Strukturen wie Bäume, Schirme oder Markisen keinen vollständigen Sonnenschutz bieten.

Denken Sie an die Schattenregel: "Achte auf deinen Schatten - Kurzer Schatten, suche den Schatten!".

 

4. Tragen Sie schützende Kleidung und verwenden Sie Sonnencreme.

Kleidung und Hüte bieten den besten Schutz - das Auftragen von Sonnencreme wird an Körperteilen, die weiterhin ungeschützt sind, wie Gesicht und Hände, notwendig. Sonnencreme sollte niemals verwendet werden, um die Dauer der Sonneneinstrahlung zu verlängern.

  • Locker sitzende, eng gewebte, bedeckende Kleidung bietet einen guten Schutz vor der Sonne. Beachten Sie jedoch, dass nicht alle Kleidungsstücke gleich gut schützen. Ein Lichtschutzfaktor von UPF 50 auf Kleidung oder Hüten garantiert Ihnen einen wirksamen Schutz, da er mehr als 98 % der UV-Strahlen blockiert. Ein Leinenhemd hingegen kann beispielsweise einen UPF von 5 oder weniger haben und somit mehr als 25 % der UV-Strahlen durchlassen.
  • Ein breitkrempiger Hut bietet einen guten Sonnenschutz für Ihre Augen, Ohren, Ihr Gesicht, Ihren Rücken oder Ihren Hals. Genau wie Kleidung bieten nicht alle Hüte den gleichen Schutz. Ein UPF50 garantiert Ihnen einen optimalen Schutz.
  • Sonnenbrillen, die 99-100 % Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlen bieten, verringern die durch Sonneneinstrahlung verursachten Augenschäden erheblich.
  • Tragen Sie großzügig ein Breitband-Sonnenschutzmittel mit mindestens SPF 15+ auf die Bereiche auf, die weiterhin der Sonne ausgesetzt sind, und tragen Sie es alle zwei Stunden auf oder nachdem Sie gearbeitet, geschwommen, gespielt oder sich im Freien bewegt haben. Ein gut aufgetragener SPF 15 bedeutet, dass Ihre Haut 15-mal länger braucht, um zu brennen, als ohne Schutz. Wir bei Ker Sun empfehlen stattdessen SPF 30 oder 50, da eine Sonnencreme nie so gut aufgetragen wird wie im Labor und LSF 30 und 50 Ihnen mehr Ruhe und Sicherheit garantieren. Vergessen Sie natürlich nicht die empfindlichen Bereiche wie Ohren, Nase, Stirn, Augenlider und Lippen.

 

Warum empfehlen wir Ihnen Kleidung mit UV-Schutz?

Bedeckende Kleidung bietet Ihnen einen gewissen Sonnenschutz. Wenn die Temperaturen steigen, kleiden wir uns jedoch gerne etwas leichter und mit dünneren Stoffen.

Meistens filtern die Stoffe von Sommerkleidung die UV-Strahlen recht schlecht. Ein Leinenhemd oder ein T-Shirt aus leichter Baumwolle wird sich an heißen Tagen angenehm tragen lassen, hat aber nur einen niedrigen UPF-Wert. Ein Teil der UV-Strahlen wird also durchgelassen und Sie können das Gefühl haben, geschützt zu sein, obwohl Sie nicht vollständig geschützt sind.

Für längere Aufenthalte in der Sonne und für empfindliche Haut empfiehlt sich daher UV-Schutzkleidung mit UPF50+-Zertifizierung, die einen leichten, atmungsaktiven Stoff mit einem hohen Sonnenschutzniveau bietet. 

 

Sources :

https://www.who.int/news-room/questions-and-answers/item/radiation-sun-protection
https://www.nature.com/articles/s41598-018-36850-x
Peau noire, phototype VI : les bons soins solaires - Marie Claire
Phototype et indice de protection solaire - Conseils Bien-être (pharma-gdd.com)
Les bons soins solaires pour une peau phototype IV - Marie Claire
Peau claire à très claire, phototype 1 : la bonne protection solaire - Marie Claire
Phototype de peau : de 0 à 6, comment savoir le sien ? (journaldesfemmes.fr)
Peau et soleil - Le phototype : les différents types de peau - Fiches santé et conseils médicaux (lefigaro.fr)

Mai 30, 2022 — nihal moudjahed

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