Jedes Jahr nehmen Hautkrebserkrankungen in Frankreich und weltweit deutlich zu. Hautkrebs wird oft verharmlost, ist jedoch keineswegs harmlos: Er ist heute ein echtes Problem der öffentlichen Gesundheit.

In vielen Fällen hängen diese Krebserkrankungen mit einem klar identifizierten Faktor zusammen: einer übermäßigen Exposition gegenüber ultravioletten (UV-)Strahlen. Wer den Zusammenhang zwischen Hautkrebs und UV-Strahlung versteht, die wichtigsten Zahlen kennt, die Ursachen erkennt und die richtigen Schutzgewohnheiten annimmt, kann seine Haut langfristig vor der Sonne schützen.

Welche Maßnahmen sind in diesem Zusammenhang sinnvoll, um die Haut dauerhaft zu schützen?

Eine der häufigsten Krebsarten... und dennoch noch immer zu sehr unterschätzt

Jedes Jahr werden in Frankreich und weltweit neue Hautkrebsfälle diagnostiziert, und diese Zahl steigt seit mehreren Jahrzehnten kontinuierlich an. In Frankreich werden jedes Jahr zwischen 141.200 und 243.500 neue Hautkrebserkrankungen diagnostiziert, was das Ausmaß des Problems verdeutlicht.

Quelle: Santé publique France

Man unterscheidet vor allem zwei große Formen von Hautkrebs:

  • Basalzell- und Plattenepithelkarzinome, die am häufigsten auftreten;
  • das kutane Melanom, seltener, aber aggressiver.

Die UV-Exposition spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Hautkrebs. Weltweit schätzt die IARC, dass mehr als 80 % der im Jahr 2022 diagnostizierten kutanen Melanome auf die Exposition gegenüber ultravioletter Strahlung zurückzuführen waren.

Wichtige Fakten

In Frankreich nimmt das kutane Melanom weiterhin zu. Es verdient besondere Aufmerksamkeit, auch bei jungen Erwachsenen. Santé publique France erinnert insbesondere daran, dass es in bestimmten jüngeren Altersgruppen zu den häufigen Krebsarten gehört.

Dieser Anstieg lässt sich teilweise durch eine Zunahme der UV-Exposition erklären, sei es in der Freizeit, durch Bräunungsgewohnheiten oder durch Aktivitäten im Freien ohne ausreichenden Schutz.

Warum ist die Sonne durch UV-Strahlen so gefährlich für die Haut?

Die Sonne sendet ultraviolette Strahlen aus, sogenannte UV-Strahlen, die für das bloße Auge unsichtbar, für die Haut jedoch potenziell schädlich sind. Wiederholte oder übermäßige Exposition kann Zellschäden verursachen, die sich mit der Zeit ansammeln.

UV-Strahlen können die DNA der Hautzellen verändern. Werden diese Veränderungen nicht korrekt repariert, können sie die Entstehung von Hautkrebs begünstigen.

Es gibt hauptsächlich zwei Arten von UV-Strahlen:

  • UVA, die tiefer in die Haut eindringen. Sie tragen zur vorzeitigen Hautalterung bei und wirken auch an langfristigen Zellschäden mit.
  • UVB, die stärker an Sonnenbrand beteiligt sind. Sie verursachen direkte Schäden an der DNA der Hautzellen.

UV-Strahlen gelten heute als eindeutig krebserregend für den Menschen. Deshalb ist es entscheidend, sich sowohl vor UVA als auch vor UVB zu schützen.

Zu den zuverlässigsten Lösungen für bedeckte Körperstellen gehören bedeckende UV-Schutzkleidung, die einen dauerhaften physikalischen Schutz bietet und besonders für empfindliche Haut sinnvoll ist. Sie sollte jedoch Teil eines umfassenden Sonnenschutzes sein, zusammen mit Schatten, Hut, Sonnenbrille und Sonnencreme auf unbedeckten Stellen.

Alles über die wichtigsten Begriffe rund um den Sonnenschutz

Weltkrebstag: eine wichtige Erinnerung

Jedes Jahr am 4. Februar erinnert der Weltkrebstag daran, wie wichtig Prävention angesichts einer besorgniserregenden Realität ist: Hautkrebs nimmt stark zu.

Ein erheblicher Anteil dieser Krebserkrankungen hängt mit übermäßiger UV-Exposition zusammen. Schon heute die richtigen Schutzmaßnahmen zu ergreifen, ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, das Risiko langfristig zu senken.

Einfache, aber unverzichtbare Maßnahmen für einen guten Umgang mit UV-Strahlen

Die gute Nachricht? Ein großer Teil der Hautkrebserkrankungen könnte durch konkrete Maßnahmen vermieden werden. Laut WHO könnten mit geeignetem Schutz vier von fünf Hautkrebserkrankungen verhindert werden.

Die wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen

  • Direkte Sonneneinstrahlung zwischen 12 und 16 Uhr in Frankreich meiden, wenn die Sonne stark ist;
  • Den UV-Index beobachten: erhöhte Vorsicht wird ab Index 3 empfohlen;
  • So oft wie möglich Schatten suchen;
  • Bedeckende Kleidung, einen Hut und eine Sonnenbrille tragen;
  • Den Schutz auf unbedeckten Stellen mit einer Breitband-Sonnencreme ergänzen;
  • Kinder konsequent schützen.

Bieten normale Kleidungsstücke guten Schutz vor UV-Strahlen?

Kleidung bildet eine sehr gute physikalische Barriere gegen UV-Strahlen. Die WHO erinnert sogar daran, dass der beste Schutz im Freien zunächst auf Schatten und geeigneter Kleidung beruht.

Allerdings sind nicht alle Textilien gleich. Mehrere Faktoren beeinflussen ihre Wirksamkeit:

  • die Dichte des Gewebes;
  • die Art der Fasern;
  • die Farbe;
  • Dehnung oder Feuchtigkeit;
  • der Verschleiß des Kleidungsstücks.

Deshalb gibt es spezielle Textilien mit einem Kennwert namens UPF (Ultraviolet Protection Factor).

Ein Gewebe mit UPF 50+ bedeutet, dass etwa 50-mal mehr UV-Strahlung nötig ist, um auf geschützter Haut ein Erythem auszulösen als auf ungeschützter Haut. Das entspricht einem sehr hohen Schutz auf bedeckten Körperstellen, besonders nützlich für stark exponierte Personen oder empfindliche Haut.

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Heute handeln, um die Risiken von morgen zu verringern

Prävention beschränkt sich nicht auf eine Jahreszeit oder eine Weltregion. Angesichts zunehmender Expositionen durch Klima, Freizeit oder Arbeit im Freien ist es entscheidend, Lichtschutz in die täglichen Gewohnheiten zu integrieren.

Durch die Kombination einfacher Maßnahmen, Informationen über die Risiken und konkreter Lösungen wie UV-Schutzkleidung, UV-Bademode und UV-Schutzhüte kann jeder seine schädliche Langzeitexposition deutlich reduzieren.

Die Sonne ist kein Feind, doch Schutz bleibt entscheidend

Hautkrebserkrankungen nehmen in vielen Ländern zu, größtenteils im Zusammenhang mit übermäßiger UV-Exposition, doch sie sind kein unvermeidliches Schicksal.

Einfache Maßnahmen, die regelmäßig angewendet werden, können helfen, das Risiko zu senken.

Die Haut im Alltag mit ergänzenden und geeigneten Maßnahmen zu schützen, bleibt eine der besten vorbeugenden Gewohnheiten.

Quellen

1 Kommentar

  • Catherine Teoule
    • Catherine Teoule
    • 20. April 2026 um 13:27

    Sans avoir avoir abusé du soleil mais vivant dans le sud. J’ai été opérée en décembre d’un carcinome basocelullare. Qui récidive. Tout conseil sera bienvenue.
    Cordialement

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